Veganes Kimchi Rezept

Kimchi – die beliebte Beilage aus Korea ist nicht nur ein geschmacklicher Hit, sondern auch noch richtig gesund! Mit diesem Rezept erfährst du, wie du in 5 einfachen Schritten dein eigenes veganes Kimchi aus Chinakohl selbst herstellst.

veganes kimchi in einer grauen schüssel

Der Herbst neigt sich langsam dem Ende zu, was bedeutet: der Chinakohl hat Saison! Jetzt ist die beste Zeit, um den Chinakohl zu fermentieren und Kimchi daraus herzustellen.

Was ist Kimchi?

Das koreanische Nationalgericht Kimchi ist im Grunde genommen nicht anderes als Gemüse, welches mit Salz eingelegt, gewürzt und fermentiert wird. In der koreanischen Küche wird Kimchi fast zu jeder Mahlzeit als Beilage serviert oder als Zutat in diversen Gerichten verwendet.

Wie schmeckt Kimchi?

Geschmacklich lässt sich Kimchi am ehesten als ein würzig-scharfes Sauerkraut mit einer leichten Süße beschreiben. Wer Kimchi zum ersten Mal probiert, wird wahrscheinlich vom starken Geruch abgeschreckt sein – aber das soll einem nicht daran hindern, es trotzdem zu probieren. Es ist einfach köstlich!

Wie wird veganes Kimchi hergestellt?

Die 5 Hauptschritte, um Kimchi selbst herzustellen sind folgende:

  1. Gemüse schneiden
  2. Gemüse in einer Salzlake einlegen
  3. Kimchipaste herstellen
  4. Gemüse mit der Paste einreiben
  5. Fermentieren lassen

Die genaue Schritt-für-Schritt Anleitung findest du in der Rezeptkarte weiter unten.

Kimchi kann aus verschiedenen Gemüsesorten hergestellt werden, wie beispielsweise Gurke, Rettich, Frühlingszwiebel, etc. Wir werden uns in diesem Rezept aber dem Klassiker widmen – dem Chinakohl.

Veganes Kimchi vs. traditionelles Kimchi

Im Unterschied zu normalem Kimchi wird für dieses vegane Rezept auf Zutaten wie Fischsoße oder Garnelenpaste verzichtet. Das macht nicht nur die Tiere glücklicher (und Menschen- habt ihr schon mal Fischsoße gerochen???), sondern vereinfacht das Rezept um einiges! Dadurch ist dieses Rezept auch ideal für Kimchi-Einsteiger.

Geschmacklich ist es natürlich nicht identisch wie das Original, aber mir persönlich schmeckt die vegane Version um einiges besser!

veganes kimchi in schüssel

Veganes Kimchi Rezept

3 Stunden
Normal
Erfahre, wie du in 5 einfachen Schritten dein eigenes veganes Kimchi aus Chinakohl selbst herstellst. Dieses Rezept ist auf einen Kopf Chinakohl ausgerichtet, damit du es bei einer größeren Menge einfach multiplizieren kannst!
1 Glas

📝 Zutaten

  • 1 Karotte
  • 1 weißer Rettich
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Kopf Chinakohl (ca. 800g)
  • 8 EL Meersalz
  • 100 ml Wasser
Für die Kimchipaste:
  • 2 EL Klebereismehl (alternativ Reismehl oder normales Mehl)
  • 100 ml Wasser
  • 100 ml Birnensaft (oder: gleiche Menge Wasser)
  • 70 g Gochugaru (Notiz 1)
  • 6 Zehen Knoblauch (geschält)
  • 1 mittlere Zwiebel (geschält und halbiert)
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer

👩🏻‍🍳 Zubereitung 

Chinakohl in einer Salzlake einlegen:
  • Den gewaschenen Chinakohl zuerst der Länge nach vierteln, den mittleren Strunk herausschneiden und dann die Viertel in kleine mundgerechte Stücke schneiden.
  • In einem großen Gefäß Meersalz mit dem Wasser vermengen, den geschnittenen Chinakohl reinlegen und mit den Händen vorsichtig umrühren sodass alle Stücke mit dem Salzwasser benetzt sind. Das Ganze ca. 2 Stunden ziehen lassen, damit der Chinakohl entwässern kann. Dabei alle 30 Minuten erneut umrühren.
Gemüse schneiden:
  • In der Zwischenzeit Karotte, Frühlingszwiebel und den geschälten weißen Rettich in feine Streifen schneiden. Beiseite legen.
Kimchipaste herstellen:
  • Klebereismehl mit Wasser und dem Birnensaft in einem Topf unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Dabei entsteht eine dickflüssige Masse, ähnlich wie Pudding. Abkühlen lassen.
  • Den Klebereismehl-Pudding gemeinsam mit allen anderen Zutaten (Knoblauch, Zwiebel, Ingwer, Gochugaru) in einen Mixer geben und zu einer Paste mixen. Alternativ kann man auch einen Stabmixer oder eine Küchenmaschine verwenden.
Chinakohl mit der Paste einreiben:
  • Den entwässerten Chinakohl gut abspülen und abtropfen lassen. Probiere ein Stück Chinakohl, falls der noch sehr salzig schmeckt, spüle das Gemüse nochmal durch.
  • Die Kimchipaste sowie die geschnittenen Gemüsestreifen (Karotte, Rettich, Frühlingszwiebel) zum Chinakohl geben und alles gut miteinander verrühren.
  • Das Kimchi in ein steriles Schraubglas oder Behälter füllen und gut nach unten drücken, damit so wenig Luft wie möglich in den Zwischenräumen ist. Oben einige Zentimenter frei lassen, damit das Kimchi während der Fermentation nicht aus dem Glas läuft.
Fermentieren:
  • Das Glas bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort 1-2 Tage fermentieren lassen. Um zu testen, ob die Fermentation geklappt hat, einfach mit einen Löffel in das Kimchi andrücken. Wenn sich kleine Bläschen bilden, hat es funktioniert. Ansonsten noch ein paar Stunden warten.
  • Das fermentierte Kimchi in den Kühlschrank stellen und dort weiter aufbewahren. Am besten schmeckt er, wenn man ihn im Kühlschrank zwei Wochen stehen lässt, genießen kann man ihn aber auch schon so.

✏️ Anmerkungen

Notiz 1: Gochugaru sind koreanische Chiliflocken, die findest du meistens im Asiamarkt. Die Menge der Chiliflocken kannst du selbst bestimmen, nimm‘ ruhig etwas weniger, wenn du scharfes Essen nicht so gut verträgst!
Wie hat dir das Rezept gefallen? 😊

Häufig gestellte Fragen

Ist Kimchi gesund?

Kimchi ist ein fermentiertes Lebensmittel und ist somit ein richtig gesundes Powerfood. Es ist reich an Vitaminen, enthält viele tolle Mineralien und fördert die Darmflora.

Wie lagere ich Kimchi am besten?

Dein fertiges Kimchi solltest du immer gekühlt aufbewahren. Du kannst das Kimchi in kleine Gläser füllen oder einfach in einem großen Glas oder Behälter in den Kühlschrank stellen.

Wie lange hält sich selbstgemachtes Kimchi?

So wie alle fermentierte Lebensmittel hält sich Kimchi viele Monate. Je älter das Kimchi ist, desto reifer ist er und dementsprechend säuerlicher. Am besten schmeckt er nach 2-3 Wochen Fermentation, das ist aber Geschmackssache.
Bei der Herstellung musst du aber unbedingt darauf achten, dass alle Utensilien sauber und im besten Fall sogar sterilisiert sind. Verunreinigungen können dazu führen, dass das Kimchi schlecht wird.

Alles riecht nach Kimchi! Was kann ich dagegen tun?

Leider kann Kimchi schnell dazu führen, dass der ganze Kühlschrank nach Knoblauch riecht. Nicht ohne Grund haben Koreaner meistens einen eigenen Kimchi-Kühlschrank.
Achte bei der Lagerung darauf, das Kimchi so luftdicht wie möglich aufzubewahren. Als Behälter solltest du darum etwas wählen, welches eine Gummiabdichtung besitzt.

Wie entferne ich den Geruch von Kimchi aus dem Behälter?

Der Geruch von Kimchi wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in deinem Behälter festsetzten, vor allem wenn du einen Container aus Kunststoff wählst. Am besten ernennst du diesen Behälter einfach zum Kimchi-Behälter und verwendest ihn für deine zukünftigen Kimchis weiter 😉

Darf ich Zutat X durch Y ersetzen?

Ja! Jeder Haushalt in Korea hat eine eigene Rezeptur für Kimchi, darum schmeckt er auch überall anders. Schrecke deswegen nicht davor ab, das Rezept abzuwandeln und die Gewürze nach deinem eigenen Geschmack anzupassen – sofern du die 5 Hauptschritte befolgst!

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