Veganes Kimchi für Einsteiger

Erfahre mit diesem veganen Kimchi Rezept für Einsteiger, wie du in einfachen Schritten Chinakohl richtig fermentierst und daraus leckeres Kimchi ohne Fischsoße machst!

kimchi in keramikschüssel mit einer hand daneben

Wenn du noch nie selber Kimchi gemacht hast, dann ist es jetzt höchste Zeit!

Vor allem in den Wintermonaten solltest du Kimchi fermentieren. Warum? Weil da der Chinakohl Saison hat! Ich mache dann immer eine ganz große Ladung davon und esse ihn das ganze Jahr über.

Was ist Kimchi?

Kimchi ist fermentiertes Gemüse und lässt sich geschmacklich als würzig-scharfes Sauerkraut beschreiben.

Es hat einen intensiven Geruch, der viele oft abgeschreckt es zu kosten. Aber wer es probiert hat, weiß: es ist verdammt lecker!

Die beliebte koreanische Beilage kann aus verschiedenen Gemüsesorten hergestellt werden. Es gibt Kimchi aus Gurken, Rettich und sogar Frühlingszwiebel. In diesem Rezept werden wir uns aber dem ultimativen Klassiker widmen: Kimchi aus Chinakohl (Baechu Kimchi).

Warum du dieses vegane Rezept unbedingt probieren musst:

  • Kimchi ist sehr gesund! Es ist reich an Vitaminen, enthält viele tolle Mineralien und durch die Fermentation fördert es auch die Darmflora.
  • Es ist sehr günstig! Überleg mal, wie viel du für eine kleine Portion Kimchi zahlst. Für das gleiche Geld kannst du auch ein riesiges Glas Kimchi selbst herstellen!
  • Im Unterschied zu den meisten Rezepten ist dieses Kimchi ohne Reismehl.
  • Du benötigst für die vegane Version keine Fischsoße oder Garnelenpaste. Das macht nicht nur die Tiere glücklicher, sondern vereinfacht auch das Rezept um einiges! Dadurch ist dieses Rezept auch ideal für Kimchi-Einsteiger.
veganes kimchi mit etwas koriander im hintergrund

Diese Zutaten:

Um Kimchi vegan selbst herzustellen, benötigst du folgende Zutaten:

Hinweis: Dieses Rezept ist auf einen Kopf Chinakohl ausgerichtet, damit du es bei einer größeren Menge einfach multiplizieren kannst!

Für den Chinakohl:

Chinakohl – greife beim Einkauf zum Chinakohl, der noch frisch und knackig ist und keine schwarzen Punkte hat.

Meersalz – du kannst auch normales Tafelsalz verwenden.

Für die Kimchipaste:

Karotte

Rettich – weißer Rettich entwickelt ein intensives Aroma während der Fermentation und sorgt für extra Biss in deinem Kimchi. Solltest du keinen Rettich finden, kannst du es weglassen.

Frühlingszwiebel (Jungzwiebel) – du benötigst nur den grünen Teil von der Frühlingszwiebel. Ich schneide es immer längst in feine Streifen – das sieht zwar schöner aus, ist aber recht aufwendig. Der Einfachheit halber kannst sie auch einfach in Ringe schneiden.

Wasser – für noch mehr Aroma verwende naturtrüben Birnensaft.

Gochugaru*koreanische Chiliflocken sind essenziell für einen authentischen Kimchi-Geschmack. Du findest es in fast jedem Asiamarkt. Nicht durch normales Chilipulver ersetzen!

Knoblauch

Zwiebel

Ingwer

Zucker – verwende ein Süßungsmittel deiner Wahl (ich verwende Vollrohrzucker) oder überspringe für eine zuckerfreie Version.

Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte weiter unten im Beitrag!

kimchi von oben

Veganes Kimchi – die Anleitung für Einsteiger:

Schritt 1 – Vorbereitung

  • Alle Geräte und Behälter gründlich reinigen und sterilisieren.
  • Die Zutaten abwiegen und vorbereiten.

Schritt 2 – Chinakohl salzen

kimchi entwässern
  1. Die welken äußeren Blätter entfernen und den Chinakohl gründlich waschen.
  2. Dann den Chinakohl vierteln, den mittleren Strunk herausschneiden und in mundgerechte Stücke schneiden. In eine große Schüssel geben.
  3. Chinakohl mit reichlich Salz bestreuen. Kurz durchmischen, damit sich das Salz verteilt.
  4. Das Gemüse einige Stunden entwässern lassen. Dabei alle 30 Minuten erneut durchmischen, um das Salz zu verteilen. Am Boden der Schüssel sollte sich einiges an Flüssigkeit ansammeln.
  5. Nach 2-3 Stunden den Chinakohl kurz durchspülen und in einem Sieb 20 Minuten lang abtropfen lassen.

Schritt 3 – Gemüse vorbereiten

  1. In der Zwischenzeit Karotte, Rettich und Frühlingszwiebel in feine Streifen schneiden. Beiseite legen.
    Tipp: Du kannst das Gemüse auch mit einer Reibe raspeln und die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.

Schritt 3 – Kimchipaste herstellen

kimchi zutaten geschnitten
  1. Den Knoblauch, Ingwer und Zwiebel schälen und kleinschneiden. Dann gemeinsam mit dem Wasser in einer Küchenmaschine oder einem Mixer fein pürieren.
  2. Gochugaru und Zucker dazugeben und gut verrühren.

Schritt 4 – Gemüse mit der Kimchipaste mischen

fertiges kimchi
  1. Die Kimchipaste sowie die geschnittenen Gemüsestreifen (Karotte, Rettich, Frühlingszwiebel) zum Chinakohl dazugeben. Alles gut verrühren.
    Tipp: Verwende Gummihandschuhe und trage eine Schürze!
  2. Das Kimchi in ein (oder mehrere) steriles Schraubglas oder Behälter geben. Mit der Hand fest nach unten drücken, damit so wenig Luft wie möglich in den Zwischenräumen ist. Oben mindestens 5 cm frei lassen, da das Kimchi während der Fermentation nach oben steigt. Die Ränder mit etwas Küchenpapier sauber wischen.

Schritt 5 – Chinakohl fermentieren

  1. Den Behälter verschlossen bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort (z.B. Keller) 1-2 Tage fermentieren lassen.
  2. Um zu testen, ob die Fermentation geklappt hat, einfach ein Stück probieren, es sollte leicht säuerlich schmecken. Alternativ mit einem Löffel das Kimchi andrücken. Wenn sich dabei kleine Bläschen bilden, hat es funktioniert.
  3. Nach 1-2 Tagen den Kimchi in den Kühlschrank stellen und dort weiter fermentieren lassen. Am besten schmeckt er, wenn man ihn im Kühlschrank mindestens zwei Wochen stehen lässt. Je länger er fermentiert, desto saurer wird er.
veganes kimchi von oben mit tuch darunter

💡 Tipp & Tricks:

  • Reduziere die Menge des Gochugarus (koreanische Chliflocken), wenn du es nicht so scharf magst.
  • Verwende beim Verrühren immer Gummihandschuhe und trage eine Schürze.
  • Verwende eine Reibe oder eine Küchenmaschine um das Gemüse in feine Streifen zu raspeln. Das spart Zeit.
  • Frisches Kimchi: Du kannst den Kimchi auch unfermentiert genießen. Dann ist er besonders knackig und frisch, aber nicht so aromatisch wie fermentierter Kimchi.

Wie wird Kimchi serviert?

  • Als Beilage zum Reis, beträufelt mit etwas geröstetem Sesamöl*.
  • Als Kochzutat, z.B. für Kimchi-Suppe (Kimchi Jjigae), gebratener Kimchi-Reis, Kimchi-Pancakes, Kimchi-Mandu und vieles mehr!
  • Als Topping in Budda-Bowls, Bimbimbap oder auf deinem Brot!

FAQs

Hier findest du häufig gestellte Fragen zum Thema Kimchi selber machen:

Wie gesund ist Kimchi?

Kimchi ist äußerst gesund! Da Kimchi ein fermentiertes Lebensmittel ist, ist es reich an Vitaminen und Mineralien. Die während der Fermentation entstandenen Milchsäurebakterien wirken sich positiv auf die Darmflora und das Immunsystem aus.

Wie lange hält sich selbstgemachtes Kimchi?

So wie alle fermentierten Lebensmittel hält sich Kimchi viele Monate im Kühlschrank. Je älter das Kimchi ist, desto reifer ist er und dementsprechend saurer. Am besten schmeckt er nach 2-3 Wochen Fermentation, das ist aber Geschmackssache.

Der ganze Kühlschrank riecht nach Kimchi! Was kann ich dagegen tun?

Leider kann Kimchi schnell dazu führen, dass der ganze Kühlschrank nach Knoblauch riecht. Nicht ohne Grund haben Koreaner meistens einen eigenen Kimchi-Kühlschrank.
Achte bei der Lagerung darauf, den Kimchi so luftdicht wie möglich aufzubewahren. Als Behälter solltest du darum etwas wählen, welches eine Gummiabdichtung besitzt.
Stelle zusätzlich etwas frischen Kaffeesatz mit in den Kühlschrank um Gerüche zu unterbinden.

🖨 Rezept zum Ausdrucken

Wenn du dieses vegane Kimchi-Rezept ausprobierst, würde ich mich über Feedback und Bilder sehr freuen! Bewerte dieses Rezept und/oder tagge deine Bilder @kitchendiaries.at auf Instagram oder Facebook. Viel Spaß beim Nachmachen!

veganes kimchi in einer schüssel
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Veganes Kimchi (Baechu Kimchi)

3 Stunden
Einfach
Mit diesem veganen Kimchi Rezept für Einsteiger erfährst du, wie du ganz einfach dein eigenes Kimchi selber herstellst. Mit wenigen Zutaten und einer einfachen Schritt-für-Schritt Anleitung!
Rezept von: Yvonne
1 Glas

📝 Zutaten

Für den Chinakohl:
  • 1 Kopf Chinakohl (ca. 1 kg)
  • 30 g Meersalz
  • 100 ml Wasser
Für die Kimchipaste:
  • 1 Karotte
  • ½ Rettich (ca. 250 g)
  • ½ Bund Frühlingszwiebeln
  • 200 ml Wasser
  • 6 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 30 g Ingwer
  • 50 g Gochugaru*
  • 1 EL Zucker

⭐️ Besonderes Zubehör

👩🏻‍🍳 Zubereitung 

Chinakohl salzen:
  • Den Chinakohl vierteln, den Strunk entfernen, in mundgerechte Stücke schneiden und in eine große Schüssel geben.
  • Mit Salz bestreuen, umrühren und einige Stunden entwässern lassen. Dabei jede halbe Stunde erneut umrühren.
  • Nach 2-3 Stunden den Chinakohl einmal kurz abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen.
Gemüse vorbereiten:
  • In der Zwischenzeit Karotte, Frühlingszwiebel und den Rettich in feine Streifen schneiden. Beiseite legen.
Kimchipaste herstellen:
  • Knoblauch, Zwiebel und Ingwer schälen und klein schneiden. Mit dem Wasser fein pürieren.
  • Gochugaru und Zucker unterrühren.
Chinakohl mit der Paste einreiben:
  • Chinakohl, Karotte, Rettich, Frühlingszwiebel und Kimchipaste in eine Schüssel legen und alles miteinander vermengen.
  • Das Kimchi in ein steriles Glas füllen und mit der Faust nach unten drücken. Nach oben hin ca. 5 cm frei lassen.
Chinakohl fermentieren:
  • Den Behälter verschlossen an einem dunklen Ort 1-2 Tage fermentieren lassen.
  • Danach in den Kühlschrank stellen und dort weiter aufbewahren.

💡 Anmerkungen

Bitte lies dir vorher den dazugehörigen Blogbeitrag durch, wenn du zum ersten Mal Kimchi herstellst. Dort findest du eine genaue Schritt-für-Schritt Anleitung sowie diverse Tipps und Tricks!
Hinweis: Dieses Rezept ist auf einen Kopf Chinakohl ausgelegt, damit du es bei einer größeren Menge einfach multiplizieren kannst!
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